Der Basset Artésien Normand ist ein intelligenter Hund, der mit Ordnung und Methode arbeitet, ob allein oder in einer Meute. Er ist unermüdlich, von großer Ausdauer und hateine ausgezeichnete Gesundheit. Durch seinen leisen aber beschwingten Gang ist er für die Jagd auf Kaninchen, Hasen und alles Bodenwild wie Fuchs und Wildschwein gut geeignet. Als Kaninchenjäger ist der Basset manchmal langsam (behäbig vorsichtig) beim Herausjagen des Wildes aus dem Dickicht. Er ist tapfer, arbeitsam und gewissenhaft. Er hat einen sehr ausgeprägten Geruchsinn. Er ist kühn, hat einen peinlich genauen Umtrieb, und folgt unbeirrt der aufgenommenen Spur. Angesichts seiner Gestalt und seiner Körpermaße ist es nicht angebracht ihn im Gebirge und anderem schwierigen Gelände zu benutzen, wo die Geländeform ihn sehr behindert. Es ist selten, dass dieser kleine Hund mit seinem kräftigen Körper nicht in einer Meute gehalten wird. Einige Jäger haben einen oder zwei von ihnen und benutzen sie zur Hasen und Kaninchenjagd. Er ist ein Hund mit gut entwickelter Kehle und kräftiger wie harmonischer Stimme, die er auch großzügig benutzt. Vier Bassets Artésiens Normands sind so stimmgewaltig wie eine ganze Meute sagt man. Eine Meute von diesen kleinen Hunden bei der Jagd ist ein herrliches Schauspiel. 
Sein Ursprung? Es ist eine sehr alte Rasse. Am 08.08.1709 schrieb der Prinz Charles Alexandre de Croiy an den Prinz de Galles: „Obwohl ich mich noch schuldig fühle dem König eine Meute von kleinen Hunden von Artois, die ich ihm versprochen habe zu
schicken…..“
Der Graf le Coulteux de Canteleu der „Chef Hundepfleger“ -: Anmerkung: „grand veneur eleveur“ ist nicht direkt übersetzbar, es handelt sich um den Verantwortlichen für die Meutenhunde des Königshofs von Frankreich. Es war eine wichtige Stellung bei Hofe die von einem Adligen bekleidet wurde.
Der Basset Artésien Normand war so bei Hofe eingeführt. Um 1880 war der Basset lang, etwas größer, schwerer mit kräftigerem Kopf und runder Stirn, mit langen korkenzieherartig gedrehten Behängen. Sehr krumme Beine, seine weiße Robe markiert mit Feuer oder hellem Orange ist manchmal dreifarbig. Dabei war der Basset le Coulteux kleiner, feiner, vornehmer, weniger gekrümmte Läufe, einen kleineren Kopf, kürzerer Behang, der aber etwas breiter und kaum gedreht war.
Dann unternahm der Graf de le Coulteux eine Kreuzung seiner Basset d`Artois mit den schweren Bassets aus der Normandie von Monsieur Lane und das 19. Jahrhundert sah die Geburt des länglichen, weniger umfangreichen Hundes, des Basset Artèsien Normand.
Mit mehr und mehr normandischem Charakter, der es fertigbrachte, mit seinen gedrehten Ohren und seinem Erfolg allmählich seine Konkurrenten des Types Artois, des Types Verrier, des Types Lane und des Types Le Coulteux auszuschalten.
Es kam dann zu der großen Runde: der Kampf zwischen Basset Artèsien Normand und dem Basset aus Artois. Die letzteren hatten keinen Club, die Basset Artèsiens Normands hatten einen Club mit einem dynamischen Präsidenten und das Ergebnis war, der Basset Artois wurde von der offiziellen Liste der Treibhunde gestrichen, in dem die Societe de Venerie (eine Gesellschaft von Hundezüchtern) ihren Standard weggestrichen, es wurde ein schöner Sieg.
Dieser Hund mit ruhiger Gestalt, aber sehr geschwind, einem domförmigen Kopf, mit Backen, die durch zwei Hautfalten geformt sind, großen dunkelfarbigen Augen, mit ruhigem und ernsten Blick, so tief als möglich angesetzten Behängen, oben schmal korkenziehartig, sehr lang und spitz am Ende. Die Nasenspitze ist schwarz und breit. Dabei ist der Hals lang und mit etwas Wamme. Die Vorderläufe sind leicht gekrümmt. Die Rute hat einen kräftigen Ansatz, ist etwas lang, stark am Anfang und wird langsam dünner. Das Haar ist kurz ohne fein zu sein, kurz und dicht. Die Robe ist dreifarbig, oder weiß und orange also zweifarbig.
Der Basset Artèsien Normand hat immer viele Bewunderer gehabt. Hier eine Anekdote, deren Echtheit garantiert ist und im 20. Jahrhundert geschah. Leon Verrier der sich auf die Züchtung der Bassets die seinen Namen trugen spezialisiert hatte und dessen kleine Meute lange Zeit die Preise auf den Ausstellungen der Societe Centrale Canine gewann, fand bei
einer solchen Veranstaltung eine sehr elegant angezogene Dame zum Schaden ihrer Garderobe vor der Box knieend in der sich seine Auswahl von sechs Hunden befand. In dem sie die Hände durch die Gitter steckte und die Tiere streichelte sagte sie die nettesten Komplimente zu ihnen. Er war sehr verwundert als er die Dame erkannte, es war Sarah Bernhardt.
Sie verlangte mit so viel Leidenschaft ein paar von seinen Untertanen kaufen zu können, dass Leon Verrier ihr am nächsten Tag zwei seiner Bassets brachte. Sarah Bernhardt die ihn in ihrem Salon empfing legte sich, die Etikette ausser Acht lassend auf den Teppich zu den Hunden, die beiden nach belieben kosen zu können. Was hätten sie wohl getan, wenn sie die
kleinen Bassets Artèsien Normands gekannt hätten?
Die Risthöhe ist 30 – 36 cm mit einer Toleranz von 1 cm +/-. Das Gewicht liegt bei 15 bis 20 Kg.
FCI-Standard Nr. 34 vom 20.10.1992/D
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