
Griffon Fauve de Bretagne
Basset Fauve de Bretagne
Die Rasse
Den Griffon Fauve de Bretagne gibt es schon seit dem Mittelalter.
Er gehört zu einer der ältesten französischen Laufhunderassen überhaupt. Aus
Frankreich, wie der Name schon sagt, ursprünglich aus der Bretagne stammend, ist
dieser rot- bis weizengoldblonde Hund ein lebhafter, aber nie nervöser Geselle.
Schon während der Regierung von Ludwig dem XIV.(1462-1522) gab es den Griffon
Fauve de Bretagne zur Jagd auf Wölfe und Wildschweine. Durch das Aussterben der
Wölfe und durch die beiden Weltkriege bedingt gab es nach 1945 kaum noch Fauves.
Dank einiger enthusiastischer Anhänger wurde die Rasse jedoch vor dem
Verschwinden bewahrt und darf für die Nachwelt als gerettet angesehen werden.
Für unwegsames und hügeliges Gelände in der Bretagne mit zum Teil dornigem
Gestrüpp, benötigte man einen kleineren, flinken Vertreter. So entstand neben
dem Griffon durch Zuchtauswahl der kleinere Basset Fauve de Bretagne. Während
der Griffon 48-56cm groß ist, ist der Basset mit seinen 32-39cm ein
gedrungenerer Fauve.
Aussehen

Der rotblonde bis weizenfarbene Fauve de Bretagne hat ein raues und hartes Fell, welches nicht sehr lang aber dicht sein sollte. Die Haarlänge variiert auch schon einmal innerhalb eines Wurfes. Er ist muskulös, kraftvoll und ursprünglich, besitzt eine breite Brust, eine nicht all zulange sichelförmige Rute, ein dunkles Auge und mittellange spitze Ohren. Es gibt ihn in zwei Schlägen : der größere, der Griffon ist 48-56 cm groß und hat ein Gewicht von 20 - 28 kg. Aus ihm hat man den kleineren Basset gezüchtet. Dieser ist 32-39 cm groß und wiegt 16-18 kg. Der Basset Fauve de Bretagne ist kurzbeiniger und gedrungener als der mittelgroße Griffon Fauve de Bretagne. Neuerdings findet er immer mehr Anhänger. Gesundheitlich sehr robust hat er eine recht hohe Lebenserwartung.
Verwendung
Der
Fauve besitzt einen liebenswerten Charakter mit einer sehr hohen Reizschwelle.
Kaum etwas übelnehmend ist er sowohl Artgenossen, als auch Familienmitgliedern
gegenüber sehr sozial verträglich. In Frankreich fast nur als Jagdhund
verwendet, findet er in Deutschland in jüngster Zeit immer mehr Anhänger, die
ihn als reinen Haus- und Familienhund halten.
Besonders im Umgang mit Kindern zeigt sich sein liebevoller und geduldiger Charakter.
Der Fauve de Bretagne ist einer der gehorsamsten Laufhunde überhaupt. Die Erklärung ist einfach: Die meisten Laufhunde werden in großen Meuten gehalten. Bei der langen Jagd halten die Hunde Kontakt miteinander. Sie sind also mehr aufeinander fixiert, als auf den Jäger. Nicht so der Fauve. Er wurde in nur ganz kleinen Meuten, teilweise bestehend aus 2-4 Hunden, ins Gestrüpp gejagd und wieder herausgerufen. Nur die Hunde, die gut auf den Jäger hörten, taugten, und nur mit ihnen wurde weitergezüchtet.
Während für den Franzosen der Gebrauchswert als Jagdhund an
erster Stelle steht, haben die wenigen Anhänger in Deutschland, Dänemark,
Luxemburg, Belgien, der Schweiz und vor allem in den Niederlanden erkannt, dass
er sich ideal als Haus- und Familienhund eignet. Sein ursprüngliches und
instinktsicheres Wesen, seine hohe Intelligenz und Lernfreude zeigt er, wenn er
sich in seiner Familie wohl fühlt. Er ist nie aggressiv und sehr liebevoll zum
Menschen. Sein Liebesbedürfnis ist groß; Lob und Anerkennung sind für ihn sehr
wichtig. Wenn Besuch kommt, freut er sich, ohne zu kläffen. Seine Stimme ist
tief und melodisch. Ist er auch lebhaft, ausdauernd und robust wenn es
hinausgeht, innerhalb des Hauses beeindruckt doch sehr seine Ruhe und Anpassung.
Viele Fauves sind ausgesprochene Langschläfer und lieben ein gemütliches,
häusliches Umfeld. Man täuscht sich jedoch, wenn man deshalb meint, der Fauve
wäre etwas für weniger agile Menschen. Mit Begeisterung joggt er mit seinem
Herrn und läuft ausdauernd am Fahrrad nebenher. Sein hartes, raues Fell muss
wenig gepflegt werden. Auch bereitet die Sauberkeitserziehung des Welpen in der
Regel keine Probleme. Die meisten Welpen sind bei der Abgabe im Alter von ca. 9
Wochen schon sauber. Als geselliger Vertreter ist der Fauve auch glücklich, wenn
ein weiterer Hund im Haushalt lebt. Somit ist er als Zweithund geeignet. Im
Verein französischer Laufhunde (CCF) gibt es zur Zeit 2 Griffon und 3 Basset
Fauve de Bretagne Züchter. Somit kann man sich vorstellen, wie selten der Fauve
zur Zeit noch in Deutschland ist.
Quelle: www.fauvedebretagne.de