Petit Basset
Griffon Vendéen
de
dep. Sarrelouis
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Saarland
bei
Hans Schäfer
Wadgasser Str. 119
66787 Wadgassen
Tel. 06834-41323
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Seit
ich die Menschen kenne,
liebe ich die Hunde !
Als ich
gerade 12 Jahre alt geworden war, erkrankte meine Mutter in der damaligen
schwierigen Nachkriegszeit an einer ansteckenden Krankheit und hielt sich bis zu
ihrem Tode mehrere Jahre im Krankenhaus auf. Wegen der Ansteckungsgefahr wurden
meine beiden jüngeren Schwestern und ich von unseren bisherigen Spielkameraden
gemieden. So waren wir in unserer Freizeit vollkommen isoliert von anderen
Kindern.
Um meine Freizeit sinnvoll gestalten zu können, half ich nachmittags
und in den Ferien in einer nahen, kleineren Hühnerfarm. Hier lernte ich auch
eine Schäferhündin kennen, die zu dieser Zeit einen Wurf Welpen hatte. Als
Entschädigung für meine Leistungen erbat ich mir von dem Besitzer dieser Hündin
einen Welpen. Ich bekam einen silbergrauen Rüden, der von nun an mein ständiger
Begleiter wurde und in dem ich einen guten Freund gefunden hatte. Von nun an,
war praktisch mein ganzes Leben von Hunden bestimmt. Einiges Tages, während
meiner und meines Vaters Abwesenheit brach dieser Rüde aus seinem Zwinger aus
und biss eines der Nachbarkinder, die ihn ständig während unserer Abwesenheit
ärgerten und mit Steinen bewarfen. Wegen weiterer Gefahren in dieser Richtung
musste ich diesen Rüden abgeben.
Die Trennung von diesem Hund geht mir heute,
nach über 50 Jahren, immer noch nach.
In den
folgenden Monaten bekam ich wieder einen Schäferhundwelpen, den ich auch später
zum Schutzhund
ausbildete. Mit 17 Jahren bekam ich Bedenken über verschiedene
Ausbildungs-Praktiken. Ab diesem Zeitpunkt lehnte ich weitere Ausbildung meiner
Hunde ab. Lediglich legte
ich Wert auf den Gehorsam meiner Hunde, konnte aber nicht einsehen, dass in
anderen Prüfungssparten mit Gewalt „gearbeitet“ wurde. Auch wurde mir nach über
zwei Jahrzehnten klar, dass die „Schönheitsideale“ für den Deutschen Schäferhund
nicht nur körperlich sind, sondern sich auch im Wesen dieser Hunderasse negativ
auswirken. Diese typischen Rassemerkmale des Gründers, Rittmeister von
Stephanitz, wurden meines Erachtens vollständig außer Acht gelassen und der
Gesundheitszustand vieler Deutscher Schäferhunde zeigte
sehr wenig von dem international bekannten Gebrauchshund.
Ich erkannte für
mich, das diese Hunderasse als „Haus- und
Familienhund“ für mich nicht mehr möglich war.
Durch einen
Zufall wurde ich Besitzer einer verwaisten, 5 Monate alten Irish Wolfshündin,
die mich durch
ihr gutmütiges Wesen ganz einfach faszinierte. Meine Enkel und ich verbrachten
über 8 Jahre miteinander mit dieser wunderbaren Hündin. Sie wurde mein bester
Lehrmeister. Zwischenzeitlich hatte dieser Hund es fertig gebracht, mich in
meiner Theorie und Praxis im Umgang mit Hunden vollständig „umzuerziehen“, denn
letztlich fehlte dieser Hündin im Punkte 'Gehorsam' lediglich noch der
Zeigefinger um mir den Vogel zu zeigen, wenn sie schnell ein Kommando
akzeptieren sollte. Das Kommando „Steh“ war das wirkungsvollste, denn letztlich
bedurfte es wenig Anstrengung zur Ausführung. Im siebten Lebensjahr begannen
Herzattacken diesen Hund in seiner Bewegungsfreiheit einzuengen. Da ich Angst
hatte, dass bei einem plötzlichen Tod des Hundes, mein Enkel sehr trauerten,
suchte ich schon jetzt nach einem Hund mit ähnlichem Wesen.
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Meine
Hündin Penny mit Nachwuchs |
Ebenso,
wie ich an diese Hündin gekommen war, fand ich im nahe gelegenen
Frankreich bei einem Züchter einen PETIT BASSET GRIFFON VENDÉEN.
Diese Rasse war mir bis zu diesem Zeitpunkt (vor über
6 Jahren) völlig unbekannt. Penny, eine dreifarbige Hündin mit sehr gutem
Wesen zog in meinem Hause ein. Sie entwickelte sich zu einer sehr
liebenswerten Persönlichkeit und Spielgefährtin meiner Enkelkinder.
Penny und
Dana, die Wolfshündin, freundeten sich an und wurden ein fast
unzertrennliches Team. Das angenehme Wesen dieser großen, „selbstbewussten“
Hündin ließen die Petit-Hündin in ihrem Nachahmungstrieb sehr selbstsicher
und wesensfest werden.
Schließlich erlebte sie es ja bei Spaziergängen täglich, dass fast
alle Menschen distanziert und oft in großem Bogen an ihnen respektvoll
mit ängstlichen Blicken vorbeigingen.
Schließlich
begegnet man ja nicht jeden Tag einem Hund mit einer Schulterhöhe von fast
einem Meter. Dann kam nach über einem Jahr der Tag, den ich am meisten
fürchtete. Die Wolfshündin hatte Krebs und sah mich mit kranken, zum Teil
bittenden Augen an, ihr den letzten Dienst nicht zu verweigern. Der Tag des
Abschied war nicht mehr zu verschieben und meine Dana schlief nach der
Spritze friedlich im Garten ein.
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Trotz meiner Trauer war ich doch ein wenig
getröstet, dass ich ihr unnötiges, weiteres Leiden
erspart hatte. Ebenso war die Gegenwart, der
inzwischen erwachsenen Petit-Hündin Penny ein weitere
Hilfe den Abschiedsschmerz zu erleichtern.
Penny zeigte
sich von ihrer besten Seite und meine Erfahrungen mit der Wolfshündin kam
mir sehr gelegen, da manchmal ein unergründliche Verhalten dieser kleinen
Kobolde mir viel zu denken
gab. In den Rassemerkmalen wird dies beschrieben und auch eindeutig
hingewiesen Am meisten wundere ich mich über mich selbst, wie dieser Hund
und auch später weitere Hunde dieser Rasse es ganz mühelos schafften, dass
ich all ihre Eigenarten ohne Verärgerung akzeptieren und ignorieren lernte.
Es war einfach das angenehme, fast liebevolle Verhalten der kleinen
Franzosen, denen man nicht böse sein kann. Ihr treuer Blick und das Wedeln
mit dem ganzen Hinterteil sieht lustig aus und verleitet humorvoll über ihre
Schandtaten hinwegzusehen. Hierdurch, glaube ich, kam mein Leitspruch, „es
hätte noch viel schlimmer kommen können“ zustande.
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Zwischenzeitlich stellte ich fest, wie selten diese
Hunderasse im süddeutschen Raum vertreten ist und
ich beschloss, mit Penny diese Rasse zu züchten.
Die bisher erworbenen
Erfahrungen mit dieser
Rasse veranlassten mich, als Deckrüden Hunde aus jagdlich geführten
Zuchtlinien zu suchen,
da diese Hunde im Rahmen ihrer Aufgabe als Laufhunde ein großes Laufpensum
absolvieren
und daher auch in jedem Fall gesund sein müssen um dies bewältigen zu
können.
Dies sind
nicht immer nach dem Rassestandard die schönsten, aber dafür
charakterstarke, gesunde Hunde. Auch
entsprechen diese Hunde eher dem aus ihrem Herkunftsland gezeigten Abbild,
das nicht einem mehrfarbigen, gestylten Westi ähnelt.
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Meine
Enkelin Cathrin mit
Vauban de dep. Sarrelouis
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Hans Schäfer mit dem
V-Wurf de dep. Sarrelouis
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Weiter sehe ich
mich mit einer Hündin im Zuchtbetrieb vollständig ausgelastet in der
notwendigen Beschäftigung mit den Welpen. Mehrere Würfe mit mehreren
Hündinnen in einem Jahr wären für mich undenkbar.
Als „Hebamme“ war ich meiner Hündin Penny bei 3 Würfen
mit insgesamt 12 Welpen behilflich.
Wie schön es war, wenn ich so ein kleines, nasses „Bündelchen Hund“
in der Hand trocknete und dann bei Penny anlegte, kann ich kaum
beschreiben.
Noch mehr Freude, aber auch Arbeit
und Zeit, macht es mir, diesen kleinen Vierbeinern mitzuhelfen am Anfang
ihrer Prägezeit, die Gegenwart des Menschen als positiv zu vermitteln. Auch
versuche ich, den richtigen Partner für die Zukunft dieses liebenswerten
Geschöpfes zu vermitteln und freue mich immer riesig, wenn ich einen
meiner „Zöglinge“ nach Monaten wieder sehe und feststelle, dass ich mit
meiner Wahl richtig gelegen habe. Letztlich sollte ich dies für eine Zeit
von rund 15 Jahren verantworten können. |
Vor einigen
Monaten habe ich wieder in Frankreich eine kleine Petit Basset Hündin gekauft. ANI (Anika)
soll später einmal mithelfen, die Rasse weiter zu verbreiten. Auch sie kommt
von jagdlich, geführten Eltern und zeigt auch unumwunden mit ständig am
Boden haftender Nase, dass sie etliche Gene aus diesem Gebrauchsbereich
mitbekommen hat. Ein kleines Energiebündel, dem jede Pfütze Wohlbehagen
bereitet.
Zum Abschluß
kann ich nur sagen, dass ich nach über 50 Jahre mit Hunden glücklich bin, jetzt als
Familien- und Begleithund in dem Petit Basset Griffon Vendéen für mich und
meine Familie einen
friedlichen und liebenswerten Freund gefunden zu haben. Seine
Bewegungsfreudigkeit ist uns allen sehr zuträglich und sein Jagdtrieb mit
dem richtigen Händchen ohne weiteres in den Griff zu bekommen. Mit Härte und
Gewalt erreicht man bei diesen kleinen, schlauen Kobolden jedenfalls rein gar nichts. Inwieweit
dieser kleine Franzose seine „Dienstbarkeit“ zulässt, liegt wohl an
der Konzessionsbereitschaft seiner Besitzerin bzw. seines Besitzers.
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